Vetorecht gegen Top Level Domains


Möglicherweise bedeutet die folgende Meldung schon wieder neue Schwierigkeiten für die Einführung neuer generischer Top Level Domains (gTLDs):

Die USA wollen nämlich ein Vetorecht bei der Zulassung und Einführung neuer Top Level Domains durchsetzen.

Die US-Regierung hat einen Vorschlag eingereicht, nach dem zukünftig die Zulassung von Domains nur noch bei Vorliegen eines „Berichtes“ des Regierungsbeirates (Governmental Advisory Committee, GAC) der Web-Verwaltungsstelle „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ (ICANN) möglich sein soll.

Der Regierungsbeirat der ICANN GAC besteht aus Vertretern aus ca. 100 Ländern. Gemäß dem o. g. US-Regierungsvorschlag könnte jedes dieser Länder gegen eine vorgeschlagene Domain-Endung Einspruch einlegen. Wird dieser Einspruch seitens des Gremiums GAC nicht zurückgewiesen, so ist der vorliegende Antrag auf die Zulassung einer konkreten Top Level Domain durch die ICANN abzuweisen.

Es ist zwar auch derzeit schon möglich, Einwände gegen geplante neue TLDs vorzubringen. DAS zwingt derzeit allerdings die ICANN nicht dazu, besagte „Top Level Domain-Einführung“ zurückzuweisen.

Es soll in Kürze Gespräche mit dem Ziel geben, diesen neuen Vorschlag der US-Regierung zu prüfen und über dessen eventuelle Realisierung zu beraten.

Es ist und bleibt also spannend, ob überhaupt und wenn ja, welche neuen generischen Top Level Domains zukünftig für den internationalen Web-Markt eine Einführungszulassung erhalten werden.

Quelle: zdnet.de/news

Siehe auch: diepresse.com

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