Kinder und das WWW


Ein neues Portal soll die Internet Kompetenz von Kindern und Jugendlichen verbessern helfen, denn ein falscher Klick im WWW kann fatale Folgen haben.

Der von Landesmedienanstalten getragene Verein Internet-ABC hat interaktive Inhalte seiner Homepage http://www.internet-abc.de vorgestellt. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Unesco-Kommission und richtet sich an Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Es soll aber gleichzeitig auch Eltern und Pädagogen über Grundlagen und Gefahren des WWW informieren.

Da das Internet neben vielen positiven Möglichkeiten auch Gefahren in sich trägt, müssen Kinder möglichst frühzeitig lernen, mit diesem Medium richtig umzugehen. Das genannte Projekt will dabei nicht nur den Kindern Online-Kompetenz beibringen, sondern auch Eltern und Lehrern zu einem sicheren Umgang mit dem Web verhelfen! Es ist eben nicht damit getan, den Computer einzuschalten und sich auf eine Reise durchs WWW zu begeben! Online-Kompetenz ist mehr!

Bei dem o. g. Projekt können sich die Kinder in verschiedenen Modulen spielerisch mit den Möglichkeiten des WWW vertraut machen, und sie werden dabei von tierischen Weggefährten begleitet: So erobert Kapitän „Eddie“, ein Comic-Pinguin, in einem Modul das „WWW-Weltmeer“ und erklärt den jungen Surfern die Grundlagen übers Chatten, E-Mail-Schreiben und die Sicherheit im Netz. Eichhörnchen „Flizzy“ ist eher für die spaßige Seite des Internets zuständig und hält interaktive Spiele parat.

Darüber hinaus gibt es noch die Kategorien „Schule & Hobby“ und „Mitreden & Mitmachen“. Ziel der einzelnen „Wissen, wie“s geht!“-Module ist es, die Kinder zu befähigen, sich mit dem Internet bewusst zu befassen. Zum Angebot gehören außerdem Chats, ein Lexikon sowie Tipps zum Erkennen von problematischen Seiten.

Das Internet-ABC ist eine optimale Anlaufstelle für erste Schritte im Netz. Bei Fragen oder Problemen können sich die Kinder jederzeit Expertenrat einholen.

Nach Ansicht der Organisatoren ist die Konfrontation mit den Möglichkeiten und den Gefahren des WWW ausgesprochen wichtig und unausweichlich. Ziel ist es dabei, dem Nachwuchs angesichts problematischer Inhalte – wie Pornografie, Gewalt und Rechtsextremismus – einen sicheren und bewussten Umgang zu lehren.

Deshalb sollen auch Eltern und Lehrer sich damit befassen; auf besagter Internetseite sind dafür eigene Bereiche eingerichtet.

Technisch sind Kinder den Erwachsenen meist haushoch überlegen; an Online-Kompetenz jedoch fehlt es dem Nachwuchs! Eltern tragen für die ersten Schritte ihrer Kinder im WWW die Verantwortung; sie wissen allerdings selbst oft viel zu wenig darüber!

Quelle: hz-online.de

Persönlicher Nachtrag: Eine gute und hilfreiche Sache, so finde ich, ist dieses Angebot! Denn früher oder später werden die Kinder heutzutage mit dem WWW zwangsläufig in Berührung kommen! Und dann ist es sehr gut, wenn sie sich auf sicherem und bekanntem Terrain bewegen! 😉

Krise und das böse WWW


Gibt man auf Google die Begriffe „Finanzkrise“ und „Schuld“ ein, wirft die Suchmaschine in 0,08 Sekunden eine Dreiviertelmillion Einträge aus. Die Liste der „potenziellen Sündenböcke“ reicht dabei von den Banken über die Politik, die Gier, den USA, dem Testosteron-Hormon bis hin zum Internet.

Die Suche nach den Ursachen für die Finanzkrise rückt somit nun auch das Internet in den Fokus der Verdächtigen. Schließlich habe erst das World Wide Web die Erteilung milliardenschwerer Order in Millisekunden ermöglicht. Warum das so ist, lässt sich leicht erklären: Kommunikationstechnologie, so heißt das „Zauberwort“.

Heute können über das Internet tausende Aktienpakete im Wert von zigmillionen Euro binnen kürzester Zeit den Besitzer wechseln. Die notwendige Zeit, die zwischen Erteilung einer Order und wieder zurück zum Kunden vergeht, beträgt weniger als zehn Millisekunden.

Mithilfe immer raffinierterer Trading-Systeme können Kapitalflüsse in Milliardenhöhe um den Globus geschickt werden. Von jedem Ort der Welt aus können heute per Laptop oder Smartphone Order platziert werden. Im Hintergrund arbeiten komplexe Computerprogramme, die immer kompliziertere Finanzprodukte wie Derivate, Subprime-Hypothekenfonds und „asset-backed securities“ automatisiert be- und verarbeiten. Nach Auffassung vieler Kritiker haben die Finanztrader schon längst vor der Komplexität der Systeme kapituliert und verstehen gar nicht mehr, was ihre Computer im Einzelnen machten.

Die Kritik an den rechnergesteuerten Investments ist nicht neu. Sie wurde schon vor zwanzig Jahren laut, als die Börsen am 19. Oktober 1987 weltweit um bis zu 45 Prozent einbrachen. Auch damals wurden Tradingprogramme, die große Mengen von Kauf- oder Verkaufsordern gleichzeitig bewältigen konnten, als die Krisenursache eingeordnet.

Jedoch die Entscheidung darüber, ob kaum durchschaubare Finanzprodukte auf die Anleger losgelassen werden, liegt dabei immer noch beim Menschen selbst.

Eine Konsequenz aus der aktuellen Finanzkrise sollte sein, Online-Systeme zu entwickeln und einzusetzen, die in der Lage sind, selbst komplexeste Finanzinformationen so darzustellen, dass sie verständlich sind.

Sollte das gelingen, dann wird das WWW und die Informationstechnologie die Finanzmärkte sicherer, stabiler und überschaubarer machen.

Quelle: derStandard.at

Siehe auch: www.cole.de

Weniger Raucher, aber viele Trinker


Laut der so genannten Drogenaffinitätsstudie rauchen derzeit Deutschlands Jugendliche so wenig wie seit 1979 nicht mehr! Die Einschätzung besagt, dass beim Kampf gegen den Tabakkonsum Erfolge erzielt worden sind.

Jedoch geht aus der Studie auch hervor, dass sich Minderjährige gerne, kräftig, oft und auch exzessiv bis ins Koma betrinken! Da ist noch viel Arbeit im Bereich Prävention zu leisten, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Gerade der Mischung aus Prävention und gesetzlichen Maßnahmen seien die Erfolge beim Tabakkonsum nämlich zu verdanken. In der Zeit seit 2001 bis heute ist die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen von 28 auf 15 Prozent gesunken. Vor allem Schüler an Gymnasien und Realschulen greifen seltener zur Zigarette.

Derzeit ist nicht damit zu rechnen, dass sich der Anti-Raucher-Trend bei Jugendlichen in absehbarer Zeit wieder umkehrt. „In der Gesellschaft ist Rauchen einfach nicht mehr so angesehen“, so die Drogenbeauftragte.

Vor diesem Hintergrund sei auch der Cannabis-Konsum bereits zurückgegangen. Statt wie noch vor drei Jahren drei Prozent rauchen jetzt nur noch 2,3 Prozent der Jugendlichen regelmäßig Joints. Diese Zahl wird allerdings getrübt, wenn man betrachtet, wie viele junge Menschen das Kiffen nur ab und zu ausprobieren. Das sind immerhin auch noch 28 Prozent.

Daraus ist jedoch nicht zu schlussfolgern, dass es bei den deutschen Jugendlichen ein kollektives Einsehen dahingehend gibt, dass Rauschmittel ihnen nicht gut tun!

So gibt es seit einiger Zeit eine Vorliebe für das Rauchen von Wasserpfeifen; deshalb soll der „Shisha“-Konsum in der nächsten Drogenstudie eingehend untersucht werden.

Beunruhigend und alarmierend ist aber vor allem der nach wie vor anhaltende Hang vieler Minderjähriger zum Trinken. Die Studie hat gezeigt, dass es auch beim Alkoholkonsum der Kinder und Jugendlichen seit 2005 einen gewissen Rückgang zu beobachten gibt.

Allerdings ist nicht zu übersehen, dass die Situation beim so genannten „Komasaufen“ nach wie vor ausgesprochen bedenklich sei.

Noch immer geben gut 20 Prozent der 12- bis 17-Jährigen an, im vergangenen Monat mindestens einmal bis zum Vollrausch getrunken zu haben. In absoluten Zahlen sind das eine Million Jugendliche, wohlgemerkt sind darunter auch schon Zwölfjährige und zahlreiche Heranwachsende, die nach dem Jugendschutzgesetz eigentlich noch nicht mal im Supermarkt eine Dose Bier kaufen dürften.

Für 2009 sind zwei neue nationale Aktionsprogramme geplant, eins gegen Alkohol und eins gegen Tabak. Man darf im Kampf gegen Drogen, welcher Art auch immer, keine Pause zulassen; das habe beispielsweise der Kampf gegen die zuletzt wieder zunehmende Ausbreitung von HIV gezeigt!

Es gibt also überhaupt keinen Grund dafür, sich auf gewissen Erfolgen auszuruhen.

Quelle: sueddeutsche.de

Persönliche Anmerkung: Was für ein trauriges Problem! Ich finde es unglaublich schlimm, wenn Kinder und Jugendliche sich schon in diesem Umfang dem Drogenkonsum hingeben! Und eines ist sicher für mich, dafür gibt es tiefgreifende, gesellschaftliche Ursachen. Abgesehen von den negativen Auswirkungen auf die Familien selbst, werden die eigentlichen, vor allem auch gesundheitlichen Folgen für den Betroffenen selbst, erst Jahre später deutlich!