Kein Domain-RechtsAnspruch, obwohl man so heißt!?


Das ist schwer einzusehen: Es gibt Domains, die den eigenen, ja sogar den vollständigen NAMEN enthalten und doch hat man keinen RechtsAnspruch auf diese DOMAIN(s)!?

Das gibt es, aber, lesen Sie selbst:

Es geht in dieser Meldung um den Apple-Chefdesigner JONATHAN IVE! Er hat (vorläufig!) keinen RechtsAnspruch auf Domains mit seinem Namen, da sein Name kein eingetragenes Warenzeichen ist und Jonathan Ive auch sonst die ÖFFENTLICHKEIT weitestgehend meidet!

Begründung der World Intellectual Property Organisation: Sein Name wird nicht oft genug benutzt, um geschützt zu werden, so der Schlichter.

Der anhängige RechtsStreit basiert auf der folgenden Tatsache: Dem Briten Harry Jones gehören vier Domains, die sich auf den (für ihn fremden) Namen “JONATHAN IVE” beziehen bzw. diesen vollständig beinhalten:

jonathanive.com, jonathan-ive.com, jony-ive.com und jonyive.com.

Harry Jones nutzt diese Webseiten, um darüber Nachrichten und Huldigungen über JONATHAN IVE und seine Designs zu verbreiten. So weit, so gut!

Nun beansprucht aber IVE bzw. APPLE diese Domains für sich. Apple hat für diese Domains in Summe $10.000 angeboten; der britische Domain-Inhaber jedoch verlangt mindestens $400.000.

Hier noch eine allgemein gültige Feststellung:

Ein DomainBesitzer muss dann eine Domain wieder abgeben, wenn jemand (eine andere Person) eine MARKE angemeldet hat, die sich dem konkreten DOMAIN-INHALT zuordnen lässt.

So kann auch ein Name – sogar ohne (Marken-)Anmeldung – so etwas wie eine Marke sein, sofern es sich bei der Person um eine Person des öffentlichen Lebens handelt, deren Name in Wirtschaft und Handel Relevanz hat.

Das rechtliche Problem bei Jonathan IVE besteht darin, dass die von ihm geschaffenen Design-Ikonen (z.B. iMac, iPod und iPhone) öffentlich nie mit seinem Namen in Verbindung gebracht worden sind.

Der hier geschilderte RechtsStreit ist aber noch nicht beendet: Im Oktober 2008 wurde “JONATHAN IVE” als MarkenAnmeldung eingereicht! Wird das anerkannt, muss der Brite Harry Jones seine Domains freigeben.

Den kompletten Gerichtsbeschluss kann man bei der WIPO einsehen.

Quelle: macnotes.de

Siehe auch: intern.de

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